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Strategische Restrukturierung
Bei vielen Unternehmen werden in der nächsten Zeit die strategischen Defizite aufbrechen, die bisher in der Krise nicht bearbeitet wurden, so die Gesellschaft für europäische Weiterbildungskonzepte (GEWK). Sie hat, auch durch eine eigene Umfrage, festgestellt, dass, wer in der Vergangenheit schwarze Zahlen schrieb, oft nicht in der Lage ist mit der aktuellen und völlig neuen und ungewohnten Situation umzugehen.
Die von der Regierung bereitgestellte Kurzarbeit sei zwar, so die GEWK, eine große Hilfe, weil sie den Unternehmen Zeit schaffe Wege aus der Krise zu finden. Andererseits bringe die Kurzarbeit in mehr Unternehmen als vielleicht erwartet, strategischen Schaden.
Die Unternehmen und ihr Management hätten nun, so scheinen sie zumindest zu fühlen, Zeit gewonnen. Und mit dieser Zeit tun sie in vielen Fällen nicht das, was sie eigentlich in der Krise tun müssten: radikal nach strategischen Wegen aus der Krise zu suchen.
Stattdessen würde, an sich gut, gespart und zumindest in den Köpfen so getan, als ob man alles getan hätte um die Zukunft zu gewinnen. Aber das, was eine bessere Positionierung für den Kampf um die Zukunft hervorbringen könnte, wird nicht getan: das radikale strategische Umstellen auf die veränderten Verhältnisse, die auch in 3 Jahren nicht mehr werden wie zuvor. Diese strategische Restrukturierung, so der Fachbegriff, findet nicht statt.
Strategische Restrukturierung heißt: möglichst schnell, am besten in 4-6 Wochen, das gesamte Unternehmen auf den Prüfstand stellen mit Fragen in allen Schlüsselbereichen: was können wir schnell in Produktion, Produkten, Zukauf von Marktforschungsergebnissen, Re-Positionierung des Vertriebs, Erschließen anderer Märkte/Kunden, Führungsstil und Führungsformen, Unternehmenszielen, gezielter Umgestaltung der Mitarbeiterbasis, etc tun?
Das heißt, möglichst schnell, und meist mit externer Hilfe, zu der radikal analysierten Situation Visionen für eine veränderte Zukunft entwickeln. Und dann diese bewerten, festschreiben und umsetzen.
Aufgrund der Managerausbildung und den beruflichen Erfahrungen aus besseren Zeiten sind die meisten Unternehmensleitungen nicht darauf vorbereitet, solche Aufgaben der schnellen Strategiefindung zu lösen, oder gar innerhalb kürzester Zeit eine strategische Restrukturierung durchzuziehen.
Die GEWK erwartet, auch auf der Basis ihrer Umfrage, dass in den nächsten Monaten viele Unternehmen deswegen zerfallen bzw. insolvent werden, weil sie die aktuell anstehende strategische Herausforderung nicht erkannt und angenommen haben – und nicht etwa, weil die Lage hoffnungslos gewesen wäre.
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